Verfasst vom WD Space Trainer-Team
HYROX ist gerade der am schnellsten wachsende Fitness-Wettkampf der Welt – und die meisten unterschätzen, wie sehr er in Wahrheit ein Laufrennen ist.
Kaum ein Fitness-Format ist gerade so präsent wie HYROX: Aus wenigen tausend Teilnehmenden vor ein paar Jahren ist eine weltweite Bewegung mit über einer halben Million Athletinnen und Athleten pro Saison geworden. Aber was steckt trainingswissenschaftlich eigentlich dahinter? Eine aktuelle Studie mit Wettkampf-Messdaten und ein Scoping-Review aus 39 Studien liefern konkrete Antworten. Hier erfährst du, was HYROX mit deinem Körper macht, warum Lauftempo wichtiger ist als reine Kraft – und wie du dich sinnvoll vorbereitest.
Key Takeaways
• Eine 2025 Studie zeigt: Von durchschnittlich 86,5 Minuten Wettkampfzeit entfallen 51,2 Minuten aufs Laufen und nur 32,8 Minuten auf die 8 Kraftstationen
• Ein höheres VO2max hängt am stärksten mit einer schnellen Wettkampfzeit zusammen (Korrelation – 0,71)
• Athletinnen und Athleten verbringen rund 80 Prozent der Wettkampfzeit in sehr hohen Herzfrequenzbereichen
• Gezieltes Hybridtraining steigert VO2max um 8 bis 15 Prozent und Kraft um 10 bis 20 Prozent
Inhaltsverzeichnis
Was ist HYROX und warum ist es gerade jetzt so populär?
HYROX kombiniert 8 Laufabschnitte à 1 Kilometer mit 8 funktionellen Kraftstationen dazwischen: Ski-Ergometer, Schlittenschieben, Schlittenziehen, Burpee Broad Jumps, Rudern, Farmers Carry, Sandbag Lunges und Wall Balls. Das Format ist bewusst für alle Fitnesslevel zugänglich – vom ambitionierten Hobbysportler bis zur Profi-Division.
Der Wachstumskurve ist bemerkenswert: Für die Saison 2025/26 werden über 550.000 Athletinnen und Athleten erwartet, Tendenz stark steigend. Genau dieser Boom macht HYROX gerade zum meistdiskutierten Trainingsformat – und führt dazu, dass viele Hobbysportler unterschätzen, wie spezifisch die Vorbereitung tatsächlich sein sollte.
Warum HYROX in Wahrheit ein Lauf-Wettkampf ist
Eine 2025 im Fachblatt Frontiers in Physiology veröffentlichte Studie mit 11 erfahrenen HYROX-Athletinnen und -Athleten zeigt: Von durchschnittlich 86,5 Minuten Gesamtzeit entfielen 51,2 Minuten aufs Laufen und nur 32,8 Minuten auf die Kraftstationen (Frontiers in Physiology, 2025). Damit macht Laufen fast 60 Prozent der gesamten Wettkampfzeit aus.
Entsprechend hing eine schnelle Wettkampfzeit am stärksten mit einem hohen VO2max zusammen (Korrelation – 0,71), gefolgt vom Ausdauertrainingsumfang und einem niedrigeren Körperfettanteil. Wer sich nur auf die Kraftstationen vorbereitet, übersieht damit den größten Hebel für eine gute Wettkampfzeit.
Was der Wettkampf mit deinem Körper macht
Während des Wettkampfs erreichten Teilnehmende eine durchschnittliche Herzfrequenz von 171 Schlägen pro Minute, mit Spitzenwerten um 185. Ein Scoping-Review aus 39 Studien bestätigt: Athletinnen und Athleten verbringen rund 80 Prozent der Wettkampfzeit in sehr hohen Herzfrequenzbereichen (Journal of Functional Morphology and Kinesiology, 2025).
Der Laktatwert war an den Kraftstationen höher als beim Laufen – ein Hinweis darauf, dass die Stationen kurzfristig intensiver, das Laufen aber die größere Gesamtbelastung darstellt.
Das erklärt, warum reines Ausdauertraining oder reines Krafttraining allein nicht ausreicht – HYROX fordert beide Energiesysteme gleichzeitig und unter Ermüdung.
Unsere Beobachtung: Viele unserer Kundinnen und Kunden, die sich auf HYROX vorbereiten, unterschätzen anfangs, wie sehr das Laufen unter vorbelasteten Beinen trainiert werden muss – nicht nur das isolierte Lauftempo.
Wie du Kraft und Ausdauer kombinierst, ohne dich auszubremsen
Der Scoping-Review aus 39 Studien zeigt, dass strukturiertes hybrides Training beide Systeme gleichzeitig verbessern kann: VO2max stieg in den ausgewerteten Protokollen um 8 bis 15 Prozent, die Kraft in wichtigen Übungen um 10 bis 20 Prozent (Journal of Functional Morphology and Kinesiology, 2025).
Entscheidend ist dabei die richtige Reihenfolge und Erholung zwischen den Reizen, damit sich Kraft- und Ausdauertraining nicht gegenseitig ausbremsen. Wie du dabei Belastung und Regeneration sinnvoll steuerst, erklären wir ausführlicher in unserem Artikel zur Regeneration im Krafttraining.
Wie du dich am besten auf deinen ersten HYROX vorbereitest
Bevor du HYROX-spezifisch trainierst, solltest du eine solide Grundlage haben: regelmäßige Laufintervalle, ein sauberes Schwellentempo und zwei Krafteinheiten pro Woche. Erst danach lohnt es sich, gezielt unter Ermüdung zu laufen – also Laufabschnitte direkt nach Schlittenziehen, Burpees oder Wall Balls zu üben, genau wie im Wettkampf.
Ein individueller Trainingsplan, der Kraft, Ausdauer und die richtige Belastungssteuerung kombiniert, macht hier den größten Unterschied. Mehr dazu, wie wir Kraft und Kondition gezielt aufbauen, findest du auf unserer Seite zum Muskelaufbau mit Personal Trainer.
Was wir bei WD Space sehen: Kundinnen und Kunden, die sich strukturiert auf HYROX vorbereiten, profitieren gleichzeitig im Alltag – die Kombination aus Kraft und Kondition zahlt sich weit über den Wettkampftag hinaus aus.
Häufige Fragen zu HYROX Training
Wie lange dauert ein HYROX-Wettkampf im Schnitt?
Brauche ich mehr Lauf- oder Krafttraining für HYROX?
Kann ich als Anfänger an HYROX teilnehmen?
Was sind die 8 Stationen bei HYROX?
Wie lange sollte ich mich auf meinen ersten HYROX vorbereiten?
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Quellen
„Acute physiological responses and performance determinants in Hyrox© – a new running-focused high intensity functional fitness trend“, Frontiers in Physiology, 2025, abgerufen am 25.07.2026, pmc.ncbi.nlm.nih.gov
Villarroel López P, Juárez Santos-García D, „High Intensity Functional Training in Hybrid Competitions: A Scoping Review of Performance Models and Physiological Adaptations“, Journal of Functional Morphology and Kinesiology, 2025, abgerufen am 25.07.2026, pmc.ncbi.nlm.nih.gov